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Relief

Die typischen Höhen und Senken des Grumsins sind Relikte der letzten Eiszeit, als mächtige Gletscher aus Skandinavien Sand, Mergel und Gesteine vor sich her schoben, auftürmten und nach dem Abschmelzen genau hier als Hügelkette mit „Bergen“ bis zu knapp 140 m ü. NN zurückließen. Der Grumsin stellt damit eine Stauch-Satzendmoräne der Pommerschen Haupteisrandlage der Weichsel-Kaltzeit dar. Die zahlreichen Seen und Moore, die man heute im Grumsin findet, sind mit Wasser gefüllte Senken ehemaliger Toteisblöcke.

 

WNE_Grumsin_Relief

 

Im südlichen Teil ist die Endmoräne als Blockpackung ausgebildet. Mergel und Sande wurden durch die hohen Schmelzwassermengen ausgespült. Übrig blieben die größeren Steine (Blöcke). Die Blöcke wurden in Steingruben bei Sperlingsherberge und den Ihlowbergen bis in die 1960er Jahre abgebaut.

 

Der Schwarze See am Rande des Weltnaturerbes war die frühere Schmelzwasserabflussbahn in Richtung der eisfreien südlichen Gebiete. Die nach Westen führenden schmalen rinnenförmigen Ausbuchtungen des Sees markieren Reste ehemaliger Schmelzwassereinzugsbahnen. Der Hauptvorfluter brach südlich des Schwarzen Sees durch den Joachimsthaler Endmoränenbogen. Die Schmelzwässer strömten durch das enge Gletschertor und ergossen sich ins flache Vorland. Dadurch verloren sie an Energie, flossen langsamer und Sedimente lagerten sich ab und bildeten den Althüttendorfer Kegelsander. Seit den 1960er Jahren werden diese Sande und Kiese in der Kiesgrube Althüttendorf, südlich des Grumsins, abgebaut.

 

 

 

 

 

 

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Diese Seite wurde im Rahmen des nach ILE/LEADER-Richtlinie geförderten Projektes "Informations- und Kooperationsmanagement für das Weltnaturerbe Grumsin" erstellt.