Schriftgröße: . normal . groß . größer
Polnisch Englisch Deutsch
 
 
 

Gewässer

     

 

Der Werbellinsee, bei Wasserspotlern sehr beliebt Sölle sind eine haufige Form von Kleingewaessern
Typisches Fliesgewaesser im Schutzgebiet

 

Ein im internationalen Vergleich herausragendes hydrologisches Merkmal ist das zahlreiche Vorhandensein von Binneneinzugsgebieten mit Seen, Mooren oder Kleingewässern. Fast das gesamte Wasser im Biosphärenreservat hat sich aus Niederschlägen gesammelt - es gibt kaum Zuflüsse in das Gebiet hinein. Heute sind von diesen Senken ohne oberirdischen Abfluss noch einige Hundert erhalten, Tausende wurden dagegen mit der Schaffung von Abflussgräben im Rahmen der Melioration zerstört.

 

Seen
Mit dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher vor etwa 15.000 Jahren entstanden im Gebiet des Biosphärenreservates über 230 Seen, die insgesamt eine Gewässerflüche von 9.040 Hektar einnehmen und dem Gebiet seinen typischen Charakter geben. Der Parsteiner See ist mit 1.100 ha der größte See Brandenburgs. Die meisten Seen sind bis zu 6 ha groß und etwa 4-12 m tief. Es sind alle Typen von Flachlandseen vertreten. Aus verschiedenen Ausprägungen von Wasserhaushalt, Wassergüte, Chemismus und Strukturierung ergibt sich eine enorme Vielfalt.

 

Kleingewässer
Im Biosphärenreservat gibt es etwa 3.000 Kleingewässer. Es handelt sich dabei vor allem um natürlich entstandene Tümpel und Weiher, aber auch um vom Menschen für die Fischproduktion angelegte Teiche. Die Teichgebiete an der Blumberger Mühle, bei Biesenbrow und bei Glambeck wurden zu Naturschutzgebieten erklärt. Aufgrund von Entwässerungsmaßnahmen und infolge des Niederschlagsdefizits der letzten Jahre sind die meisten Gewässer in den Bruchwäldern und Mooren und die als Sölle bezeichneten Kleingewässer in der Offenlandschaft in den letzten Jahrzehnten ausgetrocknet.
                                               

Presseatikel zur Austrocknung in der Schorfheide 

 

Fließgewässer

Durch das Zentrum des Biosphärenreservates verläuft die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee. Seit der Abtrennung der Alten Oder vom Hauptflussbett und dem Ausbau der Finow zu einem Kanal fehlen Flüsse im Gebiet. Auch permanent wasserführende Fließe sind relativ selten: das Gebiet wird von nur 13 Fließgewässern durchzogen.