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Wald

Die Schorfheide als ein Teil des Biosphärenreservates ist eines der größten geschlossenen Waldgebiete Deutschlands. Auf 64.580 ha stehen Waldgesellschaften in den verschiedensten Formen, von Kiefernmonokulturen bis zum natürlichen Erlenbruchwald. Mehr als 2.000 Eichen (ihr Alter beträgt 400-600 Jahre) zeugen in der Schorfheide von der früheren Nutzungsform als Hutewald. Ohne Einfluss des Menschen wären 90% des Biosphärenreservates mit Wald bedeckt, lediglich ein Teil der Moore wäre waldfrei. Auf fast der Hälfte würde die Rotbuche dominieren. 

 


Die Schorfheide-Sander mit etwa einem Drittel der Reservatsfläche stellen ein natürliches Traubeneichen-Waldgebiet dar, in dem lediglich die mit Dünen durchsetzten Teile vorübergehend auch die Kiefer trugen. Für die Flächen am Südost- und Ostrand ist ein Eichen-Linden-Hainbuchenwald anzunehmen. In der Odertalniederung kämen als natürliche Vegetation Auenwälder und Erlenwälder vor.

Von den heutigen 48 % Waldanteil sind nur 16 % Laubwald und Laub-Nadel-Mischwälder, die restlichen 30 % sind Nadelwälder. Das ist das Ergebnis der hochgradigen Übernutzung des Waldes im 17. und 18. Jahrhundert, die großflächig offene, buschartige Waldbilder formte oder Hutewälder zurückließ. Anfang des 19. Jahrhunderts begann ein tiefgreifender Wandel in der Zusammensetzung des Waldes. Der Walderneuerung diente vor allem die Kiefer. Es entstanden Kiefermonokulturen, ein im Kahlschlag zu bewirtschaftender Alterklassenwald. 

 

naturnaher Buchenwald Kiefermonokultur 
waldumbau