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Fünfter Wissenschaftstag des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin

26.11.2014

 

Der Fokus richtete sich in diesem Jahr auf neue Wege bei der Erforschung der Lebensvielfalt (PD Dr. Dr. M. Gorke (SENCKENBERG GESELLSCHAFT FÜR NATURFORSCHUNG, FRANKFURT), auf die veränderten Lebensverhältnisse für die Organismen nach Sturmereignissen, hier speziell auf Windwurfflächen in Buchenwäldern bei Chorin.

 

Ein weiterer deutlicher Schwerpunkt war die Umweltbildung im Naturschutz und ein Plädoyer für mehr Gefühl in diesem Feld – Menschen, insbesondere junge Menschen, sind weniger über die reine Information zum Mitdenken und Handeln anzuregen, der Weg, Gefühl und Mitgefühl anzusprechen, ist deutlich erfolgversprechender.

An diesem Thema arbeitet Frau Prof. Dr. Heike Molitor von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde bereits seit Jahren.

Schließlich wurden auch die Bedeutung und auch die möglichen Handlungsfelder in Biosphärenreservaten hinsichtlich der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Brandenburg diskutiert. Dazu sprach Herr Prof. Dr. Manfred Stock, der seit vielen Jahren am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung sowie im Nachhaltigkeitsbeirat des Landes Brandenburg wirkt und während dieser Zeit immer wieder auch die Zusammenarbeit mit Biosphärenreservaten suchte.

Ein sehr spezielles Thema bearbeitet Herr Prof. Dr. N. Blüthgen, tätig an der Technischen Universität Darmstadt. Er untersuchte die Frage, wie Bestäuber und Dungkäfer auf unterschiedliche Formen der Landnutzung reagieren. Einig waren sich alle Mitwirkenden mit dem Auditorium, dass die Plattform des jährlichen Wissenschaftstages nützlich und nötig ist.

Ein besonders spannender Aspekt wurde von Wissenschaftlern des ZALF (Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. aufgegriffen und intensiv untersucht: warum sieht unsere Landschaft heute so aus, wie sie aussieht? Welche Nutzungen haben bereits stattgefunden, wo und wann und wie lange? Und welche Spuren wurden dabei hinterlassen? Dazu wurden unzählige alte und älteste Kartenwerke durchsucht, angesehen und analysiert. Das Ergebnis sind hochinteressante Aussagen zur Entstehungs- und Gestaltungsgeschichte unserer Landschaft.

 

Weitere Informationen: Frau Dr. Heike Wiedenhöft

heike.wiedenhoeft@lugv.brandenburg.de