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Ausstellung zum regionaltypischen Bauen

01.10.2014

Ausstellung zum „Regionaltypischen Bauen – klimafreundlich“ in Eberswalde eröffnet

 

Am 29. September wurde im Foyer des Fachbereichs „Landschaftsnutzung und Naturschutz“ der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde die Wettbewerbs-Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.

In Anwesenheit von Studenten und Besuchern drückte der Präsident der Hochschule, Herr Prof. Dr. Vahrson, seine Freude darüber aus, die 17 attraktiven roll-ups in seinen Räumen präsentieren zu können.

Martin Flade, der Leiter des Biosphärenreservats, nutzte die Gelegenheit, um die besondere Bedeutung der Dörfer der Region zu unterstreichen. Ihre bauliche Prägung, die Bewahrung alter Tradition auch hinsichtlich des Einsatzes von historischen Baumaterialien und –stilen tragen entscheidend zu dem Eindruck bei, den Besucher, aber auch die Bewohner selbst, vom Charakter einer Landschaft gewinnen. Eine der wichtigsten Aufgaben, denen sich das Biosphärenreservat widmet, ist die Bewahrung und angepasste Entwicklung der historischen Kulturlandschaft, die letztlich den Schutzgegenstand des UNESCO-Schutzgebietes darstellt.

Hier sieht die Verwaltung ihre Aufgabe, gute Beispiele hervorzuheben und zur Nachahmung anzuregen.

 

Der Wettbewerb, der von der HNEE, dem Biosphärenreservat ausgerufen wurde, hatte aber neben der Bewahrung alter Bausubstanz und dem Bemühen um den Einsatz ökologischer Baustoffe noch einen weiteren wichtigen Aspekt: es wird immer dringlicher, auch beim Bauen und Wohnen klimaangepasste Strategien zu nutzen, was bei der Dämmung von Gebäuden beginnt und bei der Heizung mit nachwachsenden Rohstoffen oder erneuerbarer Energie noch nicht endet.

 

All dies wurde berücksichtigt bei der Bewertung der 39 eingereichten Wettbewerbsbeiträge, die sich in verschiedenen Kategorien bewerben konnten. Neben dem rekonstruierten Denkmal, umgenutzten landwirtschaftlichen Gebäuden und Neubauten wurden Bestandssanierungen gewertet. Sowohl Privathäuser als auch Gemeinschaftseinrichtungen wurden zugelassen.

Prof. Jürgen Peters, maßgeblich an der Auswertung der Beiträge beteiligt, erläuterte an einzelnen Beispielen, wo die besonderen Schwerpunkte lagen. Er machte deutlich, dass trotz aller Bemühungen auch heute noch 80 Hektar Fläche in Deutschland täglich neu versiegelt werden – ein wichtiger Grund, bereits bestehende Gebäude weiterzunutzen und nicht immer wieder neu auf grüner Wiese zu bauen.

Die im Ergebnis prämierten und ausgezeichneten Bauten stellt die Ausstellung in Bild und Beschreibung ausführlich vor. Sie soll neben der sachlichen Information vor allem auch anregen zum eigenen Handeln und zu gründlicher Überlegung: wenn ich mein altes Haus modernisiere, verwende ich die Baumarktmaterialien oder greife ich zu Lehm, Stroh, Holz und Stein, wie es auch die Vorfahren taten?

 

Das starke Echo, welches die Ausrufung des Wettbewerbs erzeugt hat, beweist, dass längst viele Bauherren und –herrinnen solche Überlegungen anstellen und sich neben der Bewahrung des historischen Erbes auch um Klimaschutz bemühen.

 

Neben der Ausstellung, die nun wandern und hoffentlich an vielen Orten zu sehen sein wird, erscheint ein Katalog, der alle Wettbewerbsbeiträge, die eine Auszeichnung oder Anerkennung erfahren haben, vereint und vorstellt.

Zu haben ist er in Kürze als PDF auf der Webseite des Biosphärenreservates www.schorfheide-chorin.de, oder als gedruckte Version in der Verwaltung des Schutzgebietes.

Auch die HNEE bietet ein PDF-file auf ihrer homepage an.

 

Bereits seit 2013 können Interessierte die Broschüre zu regionaltypischem Bauen – eine Handlungsanleitung für Bauwillige, die an regionaltypischem und klimafreundlichem Bauen interessiert sind - entweder auf der Webseite des Schutzgebietes unter http://www.schorfheide-chorin.de/seite/108669/modellregion_klimaschutz.html als PDF herunterladen, oder die Papierversion im LUGV Brandenburg für eine Schutzgebühr von

 9,-€ anfordern.

 

Weitere Nachfragen zum Thema können an

Uwe Graumann, tel. 03331/3654-21 gerichtet werden.